Soziale Netzwerke

Dieser Artikel behandelt die Materie der sozialen Netzwerke und warum Menschen sie nutzen.
Meine Gedanken zu diesem Thema möchte ich im folgenden zum Austausch anbieten.
Diese Zeilen können dir helfen einen kleinen Einblick in die Social Media Welt zu bekommen, insbesondere dann wenn du überhaupt nicht verstehst was das alles soll und warum sich milliarden Menschen in sozialen Netzwerken bewegen. Ich werde hier keine detaillierte Beschreibung geben wie ein soziales Netzwerk funktioniert, wie man sich anmeldet und Beiträge teilt und wie man alles einstellt und einrichtet. Dieser Blogeintrag dient lediglich dazu dir zur erklären was soziale Netzwerke für Vorteile aber auch Nachteile haben und warum man sie nutzt.

 

Über mich.
Seit meinem 8. Lebensjahr habe ich Zugang zu Computern, erlebte die Entstehung des Internets und den rasanten Fortschritt der mobilen Kommunikation. Die immer kleiner werdende Elektronik die wir tagtäglich benutzen übertrifft die Rechenleistung meines damaligen 64k Rechner ums Milliarden-fache. Als kleiner Junge und Jugendlicher war ich sehr interessiert an Computern und Technik generell. Fortan sollten diese Geräte meine täglichen Begleiter sein. Von Atari, C64, Amiga über 286er/386er, Pentium/AMD-Selbstbau-Rechner bis hin zu den heutigen verschiedenen Systemen wie Handys, Smartphones & Tablets besaß ich eine große Zahl der verfügbaren PC und Computer-Systeme. Die dazugehörige Software mit inbegriffen. Als das Internet bevölkert wurde nutzte ich gleichzeitig mehrere hundert Seiten um mich täglich zu informieren, unterhalten zu lassen und andere zu unterhalten.

Als MySpace 2003 seine Tore öffnete war ich sofort dabei. Anschließend kam Twitter und YouTube und diese Plattformen waren ebenfalls interessant für mich. Zu diesem Zeitpunkt war ich auf meinem persönlichen Höhepunkt in punkto Online-Aktivität. Mit ~2500 YouTube-Abonnenten, hunderten Twitter-Followern und vielen „Freunden“ auf MySpace und in vielen weiteren Communities möchte ich mich zu den aktiven Nutzern zählen. Bei Facebook habe ich mich erst 10 Jahre nach seinem Start angemeldet, war dort aber nie wirklich aktiv. Warum das so war erkläre ich weiter unten. Später kam Instagram, welches mir eher zusagte und mittlerweile gibt es weitere tolle Alternativen auf die ich ebenfalls in einem anderen Beitrag eingehen werde.
2009 programmierte und gründete ich mein eigenes soziales Netzwerk. Diese Plattform hatte 2000+ Mitglieder und monatlich über 100.000 Besucher die sich dort über legales Geld-Verdienen im Internet austauschen konnten. Nach ca. 5 Jahren musste ich dieses soziale Netzwerk schließen (bzw. verkaufen) da ich es nicht mehr finanzieren konnte. Die Plattform war ein Charity-Netzwerk welches keine Nutzerdaten sammelte um diese auszuwerten damit anschließend mit Werbung Geld verdient werden konnte – dies war mir immer zuwider. Andere Einnahmequellen konnten die monatlichen Kosten von ca. 500€ nicht decken.
Zwischenzeitlich war ich als Community-Manager eines großen Online-Spiele Publishers tätig, arbeitete nebenberuflich als Moderator und Chat-Operator und erstellte Grafiken und Bilder für die verschiedensten Webseiten.
Kurzum: Ich habe einen doch recht guten Einblick in diese Materie. Meine Erfahrungen und Gedanken möchte im Folgenden mit dir teilen.

 

Soziale Netzwerke können dein Leben bereichern und erleichtern. Stichwort: Zeit
Insgesamt war ich in mehr als 200 verschiedenen sozialen Netzwerken angemeldet. Dieses Feld interessierte mich schon immer denn diese Art von Webseiten ermöglicht uns Menschen auf eine ganz besondere Weise miteinander in Kontakt zu treten und auszutauschen. Selbstverständlich kann man auch Emails oder Nachrichten verschicken oder seine Familie besuchen und Freunde anrufen um mit ihnen persönlich zu reden, aber wenn man mit ein paar wenigen Klicks und ohne großen Aufwand gleich seine komplette Familie, all seine Freunde und seine Bekannten gleichzeitig erreichen kann, dann liegt ein Vorteil ganz deutlich auf der Hand: Zeitersparnis.
Insbesondere wenn man wie ich einen sehr zeitraubenden Beruf pflegt der es mir nicht erlaubt meinen engen Familien- und Freundeskreis regelmäßig zu besuchen.
Stellen wir uns vor du bist auf einer langen Reise, machst viele Fotos, erlebst die großartigsten Dinge und kommst mit einem Rucksack voller Erfahrungen wieder nach Hause. Nun besuchst du bestimmt als erstes deine Familie um ihr davon zu berichten, ihr deine Bilder zu zeigen und dein Erlebtes zu teilen. So hat man es seit tausenden von Jahren gemacht. Man tauschte sich persönlich aus – von Auge zu Auge.
Nun möchten natürlich auch deine Freunde von deiner Weltreise erfahren und auch diese besuchst du und zeigst auch ihnen deine Fotos, deine Souvenirs und erzählst die gleichen Geschichten ein weiteres mal. Fast hättest du deine entfernten Verwandten und Bekannten, deine Arbeitskollegen und deine netten Nachbarn vergessen. Also musst du auch ihnen deine ganze Geschichte ein weiteres mal erzählen. Grundlegend ist dies immer noch der beste Weg der Kommunikation: Persönlich miteinander reden. Man kann schneller viel mehr Informationen austauschen, man kommuniziert, reagiert und erhält eine direkte und ungefilterte Rückmeldung seines Gegenübers. Dies wird sich auch in absehbarer Zeit nicht so schnell ändern. Zumindest hoffe ich das, denn auch ich unterhalte mich immer noch sehr gerne mit den Menschen persönlich.
Jedoch ist die Welt schnelllebiger geworden. Sehr viel schnelllebiger. Als meine Oma damals sagte dass die „Zeit rast“ wusste ich nicht was sie damit meinte – Zeit verläuft doch immer gleich schnell? Dem ist natürlich nicht so. Das persönliche Zeitempfinden eines jeden Einzelnen unterscheidet sich. Manchmal rasen die Monate und Jahre an einem nur so vorbei während die Sekunden zu schleichen scheinen. Dazu gibt es ausführliche, wissenschaftliche Studien und Erkenntnisse warum längere Zeitspannen im Laufe des Alters immer kürzer erscheinen. Darauf möchte ich hier nicht weiter eingehen – die Zeit dazu habe ich leider nicht. 😉
Nutze das Internet mit seinen Suchmaschinen um mehr darüber zu erfahren.

Kommen wir zurück zu dem Vorteil der sozialen Medien. Rückspulen. Du begibst dich auf deine Reise. Alleine.
Dein Flieger hebt gleich ab um dich an dein erstes Reiseziel zu bringen. Am Flughafen verabschiedest du dich von deiner Familie und deinen besten Freunden und machst dich auf den Weg. Das Flugzeug hebt ab und du bist gespannt was dich erwartet. Von nun an bist du alleine. Mal abgesehen von den anderen Fluggästen im Flugzeug.
Als es in den 70er Jahren noch keine Mobil-Telefone gab hättest du dich wahrscheinlich von deinem ersten Zielort aus mit einem teuren und kurzen Ferngespräch bei deinen Lieben gemeldet und ihnen mitgeteilt dass du gut angekommen bist. Das wäre es aber auch erstmal gewesen. Du hättest regelmäßig Postkarten und vielleicht auch Briefe verschickt um dein direktes Umfeld auf dem Laufenden zu halten.
So lief es damals ab, vielleicht kennst du es ja noch – vielleicht aber auch nicht. So kommuzierte man vor ca. 30-40 Jahren.
Heute ist das anders. Und es ist gut so. Du kannst immer noch Postkarten und Briefe verschicken. Du kannst sogar kostengünstig durch die ganze Welt telefonieren – stundenlang. Du kannst mit deinen Freunden chatten und sogar Live-Videos teilen. Und du kannst mit den sozialen Netzwerken dein gesamtes Umfeld, alle die du kennst, live an deinen Erlebnissen teilhaben lassen. Permanent. Ungefiltert, gefiltert, schonungslos und ungeschönt oder etwas blumiger verpackt – ganz wie es dir beliebt. Du kannst alles zeigen oder nur eine Auswahl. Deine Mitmenschen sind heute immer bei dir. Sie sind dir näher als je zuvor. Manchmal fühlt es sich sogar so an als wären sie bei dir. Du bist nun nicht mehr alleine.
Ich sehe das als Vorteil an. Denn du hast immer noch die Wahl. Du musst das alles nicht tun, aber du kannst.
Während deiner langen Reise hast du dein Umfeld nun immer bei dir. Du postest Fotos, lädst Videos hoch, schreibst einen Reiseblog, telefonierst, chattest und kannst so alle stets up-to-date halten wo du dich gerade befindest. Natürlich wirst du nach deiner Reise immer noch viel zu erzählen haben was du lieber persönlich berichten möchtest, aber dadurch dass du vorher schon vieles geteilt hast, kannst du dir den groben Verlauf deiner Abwesenheit sparen und gleich ins Detail gehen. Dies spart Zeit. Enorm viel Zeit. Besonders wenn du viel erlebt und viel zu berichten hast.

 

Soziale Netzwerke richtig nutzen.
Du hast nun meine Ansicht erfahren und dass ich es als sehr vorteilhaft empfinde Dinge mit anderen Menschen zu teilen „während“ ich abwesend bin. Es ist allerdings auch wichtig diese sozialen Netzwerke richtig zu nutzen. Viele vergessen das.
Als ich vor 20-25 Jahren anfing mich im Internet mit anderen auszutauschen kam der Begriff Netiquette ins Spiel. Folge dem Link um mehr darüber zu erfahren. Näher möchte ich darauf nicht eingehen, du kannst es dir denken warum: Meine Zeit ist begrenzt. 😉
Dennoch ein kleines Beispiel: Manche Menschen verhalten sich im Internet nicht wie sie sich im realen Leben verhalten. Das mag verschiedene Gründe haben. Manchmal ist das durchaus notwendig und hilfreich, manchmal wird dies aber missbraucht um anderen zu schaden. Stellen wir uns vor jemand stellt sich auf einen Marktplatz und schreit und gestikuliert wild herum. Er beleidigt Menschen, pöbelt und beschimpft sein Umfeld. Was passiert? Die meißten Passanten gehen ihm aus dem Weg. Vielleicht stellt sich ihm jedoch jemand entgegen und möchte ihn beruhigen oder zurechtweisen. Das wäre eine eher seltene aber durchaus übliche zwischenmenschliche Kommunikation und Interaktion. Dennoch: Schön ist das nicht. Man fragt sich ob sich das Verhalten gehört. In meinen Augen nicht.
Genauso verhält es sich im Internet. Mit dem Unterschied dass sich Menschen hinter dem Vorhang der Anonymität verstecken um anderen zu schaden. Fair ist das nicht. Das ist feige. Während der Pöbler auf dem Marktplatz noch den Mut hatte sich zu zeigen, haben die Online-Schreihälse keinerlei Interesse daran sich zu erkennen zu geben. Wahrscheinlich wäre es ihnen peinlich und unangenehm wenn ihr direktes Umfeld erfahren würde wer sie wirklich sind. Die Folge sehen wir zur Zeit überall. Ich nenne einfach nur den Begriff „Fake News“. Anonymität wird immer wieder dazu genutzt Unwahrheiten zu verbreiten. Schließlich kann man den Lügner nur schwer zur Rede stellen wenn er inkognito unterwegs ist. Dies hat sich etwas gewandelt. Mittlerweile pöbeln die Menschen im Internet auch offen und völlig ungeschönt unter ihrem echten Namen herum. Ja sogar Präsidenten und Prominente nutzen die sozialen Medien um zu stänkern, zu reizen und zu provozieren. Das ist schlichtweg dumm, unreif und führt zu vielen negativen Konsequenzen die uns anschließend bis ins reale Leben verfolgen und beeinträchtigen. Es wird zensiert. Unwahrheiten werden als wahre Erkentnisse manifestiert. Es wird vesucht etwas richtig zu stellen, zu widerlegen und es wird diskutiert ohne dass es zu einem Konsens kommt. Das ist nicht hilfreich. Und das passiert alles nur weil kaum jemand den Begriff „Netiquette“ kennt.
Also: Sei einfach nett. Sei höflich und lass dich nicht reizen. Informiere dich stets über mehrere Quellen und lass dich nicht beeinflussen oder manipulieren. Eine Gesellschaft die nichts mehr glaubt, kann am Ende zu allem überzeugt werden. Das sollten wir nicht zulassen.
Die sozialen Netzwerke sollten ein positives Hilfsmittel sein und kein Werkzeug welches missbraucht wird. Insofern kann ich es durchaus verstehen wenn der ein oder andere sich aus der Online-Welt fernhält. Aber genausowenig wie man im echten Leben nicht die Augen vor allem verschließen sollte, sollte man sich auch online verhalten. Die Mischung aus Einflußnahme und Zurückhaltung macht es aus – ein schmaler Grad den jeder selber für sich ziehen muss.

Dies ist aber nur ein Punkt den man bei der Nutzung von Online Communities beachten sollte. Es gibt noch viel mehr. Insbesondere der Umgang mit den persönlichen Rechten, der Wahrung der Privatsphäre von einem selbst und besonders der anderer Menschen. Nutzungsrechte, Copyright-Schutz und geistiges Eigentum. Die Liste ist lang was man darf und was nicht. Hier gibt es Regeln und Gesetze. Dies ist nicht jedem bewußt. Es ist wichtig dass du dich regelmäßig informierst was du in einem Netzwerk tun darfst und was nicht. Ich weiß dass du keine Lust hast die Nutzungsbedingungen einer jeden Seite zu lesen. In der Regel sind diese sehr lang und auch nicht einfach verfasst. Aber wenn du es bereits geschafft meinen langen Text hier zu lesen dann schaffst du das auch. 🙂 Meine Empfehlung: Lies die Nutzungsbedingungen, die AGBs und die Datenschutzbestimmungen immer! Sollte dir etwas unklar sein dann hole dir Hilfe indem du andere fragst. Sei dir darüber im Klaren dass du eventuell gegen bestehendes Recht verstößt wenn du dich nicht an die Anweisungen hälst. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Es kann dich bei Streitfällen bis in dein reales Leben verfolgen und das solltest du vermeiden.
Grundlegend gilt: Verbreite keine Lügen. Beleidige nicht. Gib dich nicht als jemand Anderes aus. Veröffentliche keine Bilder oder Videos die nicht dir gehören bzw. wenn du vom Urheber nicht die Rechte dazu erhalten hast. Am besten postest du nur dass was du selber erstellt hast. Du gehst ja schließlich auch nicht auf die Straße und nimmst jemandem seine Jacke weg um sie dann stolz deinen Freunden zu zeigen und zu behaupten dass es deine wäre. Ja, ich weiß dass das ein radikales Beispiel ist aber im übertragenen Sinne verhält es sich so.
Sei vorsichtig was du postest. Wer ist auf den Bildern die du verbreitest zu sehen? Hast du alle Menschen die auf dem Bild sind vorher gefragt ob du sie veröffentlichen darfst? Poste keine Bilder von deinem Kind. Dein Kind hat Persönlichkeitsrechte und kann eventuell noch nicht selber entscheiden ob es gut ist ein Bild von sich im Internet zu haben. Schütze dein Kind. Alles andere ist egoistisch und rücksichtslos. Eventuell wird es dir dein Kind später übel nehmen.
Es gibt noch viel mehr wovor ich warnen und worauf ich hinweisen könnte aber ich möchte es erstmal dabei belassen.
Ich hoffe ich konnte deine Sinne etwas schärfen um im Internet keine Probleme zu bekommen. Sei sensibel. Sei einfühlsam. Handle intelligent und eventuell vorrausschauend.  Denke immer nochmal eine Minute länger nach nachdem du etwas geschrieben hast und BEVOR du es veröffentlichst.

 

Datenschutz.
Der Datenschutz spielt in sozialen Netzwerken natürlich eine große Rolle. Dir sollte stets bewußt sein dass alles was du veröffentlichst und hochlädst auf den Servern der entsprechenden Anbieter gespeichert wird. Dazu gehören Bilder, Videos, Musik, Texte, geteilte Links, deine Profilinformationen wie Name, Adresse, Telefonnummer, die IP-Adresse deines Computers, das Model deines Smartphones und viele weitere Informationen. Je nach Bestimmungen bleiben deine Daten auch nach einer Account-Löschung noch lange auf den Servern erhalten. Mitunter ist es dem Anbieter sogar gestattet deine Daten weiterzugeben. Sei es zur Analyse, zu Forschungszwecken oder um dir geeignete Werbung einzublenden. Es werden Profile und Statistiken zu deinem Nutzungsverhalten angelegt um möglichst genau bestimmen zu können was du wann machst, was du magst, mit wem du kommunizierst, was du kaufst, welche Seite du besuchst, welche Videos und Fotos du anschaust, welche Software du auf deinem Computer oder welche Apps du auf deinem Handy hast und vieles mehr. Mir ist allerdings kein Netzwerk bekannt welches dir deine Rechte an deinen eigenen Bildern, Videos und Musik wegnimmt. Dies ist ein weit verbreiteter Irrtum. Jedoch erhalten manche sozialen Netzwerke oftmals ein eingeschränktes Nutzungsrecht deiner Inhalte um innerhalb oder außerhalb des Netzwerks diese zu nutzen. Über dieses eingeschränkte Nutzungsrecht wirst du aber auch in den Nutzungsbedingungen informiert, die du (wie ich bereits sagte) aufmerksam lesen solltest.
Auch wenn dir ein Netzwerk oder ein Online-Anbieter jeglicher Art versichert dass deine Daten bei ihm sicher sind möchte ich anmerken dass NICHTS sicher ist. Alles was DU sehen kannst können theoretisch auch ANDERE sehen. Das liegt in der Natur der Sache. Es gibt regelmäßig Fälle von mehreren Millionen geklauten Zugangsdaten, Email-Adressen und Passwörtern. Sowohl bei Email-Anbietern, Netzwerken, Online-Shops und anderen Seiten die Kundendatenbanken pflegen. Das ist ein grundlegendes Problem und rührt daher dass es schlichtweg kriminelle Menschen und Vereinigungen gibt. Deine Wohnung oder Haus ist auch nicht zu 100%ig sicher. Du kannst dich davor nur schützen indem du einfach gar keine moderne Technik und kein Internet mehr benutzt.

 

Welche Netzwerke sind gut und wichtig?
Es gibt eine Vielzahl von sozialen Netzwerken. Die zur Zeit zwei größten und bekanntesten sind Facebook und Instagram. Im großen und ganzen kann ich aber sagen dass jedes Netzwerk seine Zeit hat. Es kommen und gehen Seiten. Manche lassen sich nicht mehr finanzieren oder verändern sich so stark dass der Benutzer unzufrieden wird und sich etwas anderes sucht. So hat es sich immer verhalten. Erinnerst du dich noch an MySpace? Alte und nicht mehr zeitgemäße Netzwerke werden von moderneren und frischen Netzwerken abgelöst. In diesem Beitrag möchte ich dir ein neues und sehr vielversprechendes Netzwerk vorstellen welches ich zur Zeit sehr empfehlen kann falls dir Facebook, Instagram oder andere nicht mehr zusagen oder falls du einfach mal etwas Neues ausprobieren möchtest.
Lass mich dennoch kurz etwas über die beiden großen und etablierten Netzwerke sagen.
Facebook ging offiziell 2004 online. 2012 hat Facebook kurz vor seinem Börsengang den Fotodienst Instagram für etwa 1 Milliarde Dollar gekauft. Zwei Jahre später, im Jahr 2014, verleibte sich Facebook die Chat-App WhatsApp für ca. 19 Milliarden Dollar ein. Mittlerweile soll Facebook über 2 Milliarden aktive Nutzer haben (unter aktiv versteht man einen Nutzer der sich mindestens 1x im Monat einloggt). Pro Tag sollen angeblich 1,2 Milliarden Nutzer aktiv sein. Ehrlich gesagt wage ich das mittlerweile stark zu bezweifeln. Da ich wie oben beschrieben schon lange sehr aktiv in sozialen Netzwerken bin und ich regelmäßig das Verhalten meines Umfeldes beobachte und auch im Austausch mit einigen Community-Managern bin die Portale mit mehreren Millionen Nutzern verwalten möchte ich mutmaßen dass die Aktivität weitaus geringer ist. Du kannst es ja mal selber in deiner Freundeliste beobachten. Wieviele Nutzer liken oder kommentieren einen Beitrag von dir im Verhältnis der Anzahl deiner Freunde oder Abonnenten? Ich kenne einige Prominente mit 10-20.000 Followern. Ihre Beiträge bekommen ca. 200-2000 Likes. Das ist eine Aktivitätsrate von ca. 10%. Das ist nicht viel. Es war mal mehr. Was bringt es wenn man eigentlich mehrere Tausend Menschen erreichen könnte diese aber nicht reagieren?
Keine Frage. Facebook ist immer noch das größte Netzwerk und es hat durchaus seine Vorteile. Aber seit ein paar Jahren hat Facebook einen sogenannten Algorithmus implementiert der angeblich erkennt was du magst, was deine Vorlieben sind und was dir angezeigt werden soll. Somit werden Beiträge nicht mehr chronologisch sondern nach diesem Algorithmus angezeigt. Das hat zur Folge dass du viele Beiträge deiner Freunde nicht mehr direkt siehst sondern stattdessen andere Inhalte. Dies wurde eingeführt damit Firmen und Marken Werbung schalten können die anstelle der Beiträge deiner Freunde angezeigt wird. Das Nutzungserlebnis leidet darunter sehr stark.
Dasselbe ist mit Instagram passiert. Auch hier werden die Fotos nach einen kaum nachvollziehbaren Muster angezeigt und stets mit viel Werbung und anderen beworbenen Profilen vermischt.
Man könnte schon fast von Diebstahl reden, um es böse auszudrücken.
Beispiel: Es gibt viele millionen Accounts die sich über die Jahre eine große Gemeinschaft erarbeitet haben. Sie haben viele Follower und Abonnenten die sie stets alle erreichen konnten da ihre neuesten Beiträge immer oben erschienen. Chronologisch. Dazu gehören Blogger, Nachrichtenseiten, Magazine, Firmen, Influencer und natürlich jeder andere kleine Account der sich über jede Rückmeldung freut. Eigentlich ist jeder betroffen. Mit dem Algorithmus gibt es zum Teil Reichweiten-Einbußen von 50-60 %. Stattdessen sollen diese Nutzer nun Werbung schalten um ihre Abonnenten auf diesem Wege wieder zu erreichen. Das klingt nicht wirklich fair. Das klingt nicht nach einem „sozialen“ Netzwerk. Das Wort asozial möchte ich jetzt hier nicht in dem Zusammenhang erwähnen. 😉
Im Grunde ist dies alles recht leicht zu erklären. Facebook ist ein börsennotiertes Unternehmen und steht unter dem ständigen Druck der Gewinnmaximierung. Da ist Werbung innerhalb des Netzwerkes natürlich eine recht lukrative Einnahmequelle. Im Gegenzug ist Facebook, Instagram und WhatsApp umsonst. Niemand muss für die Nutzung bezahlen. Somit dürfte man sich eigentlich auch nicht beschweren. Jedoch gibt es eine zweite Seite der Medaille. Ganz umsonst ist das Ganze nämlich dann doch nicht. Wir bezahlen indirekt mit unseren Daten. Wie ich oben beschrieben habe wird alles gespeichert, ausgewertet und weiterverarbeitet damit DEIN Wert für die Werbung errechnet werden kann. Am Ende zahlst du mit deiner Zeit. Die wir ja alle bekanntlich nicht haben. Je länger du dich auf einer Seite, in einem sozialen Netzwerk aufhälst desto mehr kann es an dir verdienen. Je mehr Zeit du damit verbringst dir Werbung anzuschauen oder Profile die du eigentlich gar nicht abonniert hast desto wahrscheinlicher ist es dass du irgendwann etwas kaufst. So einfach ist das. Und solltest du nichts kaufen hat zumindest Facebook Geld verdient weil es immer jemanden gibt der Werbung schaltet für die er bezahlt.
Mittlerweile rühmt sich Facebook die Nutzer mehr in den Vordergrund stellen zu wollen. Es sollen wohl wieder mehr Beiträge der Freunde angezeigt werden anstelle von Firmen- oder Promotion-Accounts. Das heißt man kreiert ein Problem welches man als Feature verkauft (Algorithmus), stellt dieses Feature dann auf einmal als Problem dar um anschließend eine löbliche Lösung anzubieten (Algorithmus abschwächen). Das ist ein fauler Trick. Sorry für meine Ausdrucksweise aber hier sollten sich die Verantwortlichen nicht wundern wenn das der Nutzerschaft sauer aufstößt.
Ich persönlich kann aus diesem, und anderen Gründen, keinen Gefallen mehr an Facbook oder Instagram mehr finden.
Vielleicht möchtest du ja mal über diese Alternative nachlesen. Auch wenn ich nicht versprechen kann dass dort alles so bleibt wie es gerade anfängt.
Bedenke das was ich zu Anfangs gesagt habe: Jedes soziale Netzwerk hat seine Zeit. Dazu kommt dass es immer möglich sein kann dass eine Seite von einem größeren Anbieter aufgekauft wird. Nach dem Motto: Der große Fisch frisst den kleinen.

 

Fazit.
Soziale Netzwerke sind Hilfsmittel der modernen Kommunikation. Egal welches. Sie sind Werkzeuge die sowohl für Gutes als auch für Schlechtes genutzt werden. Entscheide dich für deinen Weg aber sei dir stets der Konsequenzen bewußt. Bist du dir bei einer Handlung nicht sicher unterlasse sie lieber. Hab Spaß. Sei kommunikativ. Sei kreativ. Bringe dich ein oder bleib passiv. Es ist alles dir überlassen. Du kannst mit dem Internet und den sozialen Medien Dinge verändern. Sowohl dich, als auch andere. Sobald du dich irgendwo einbringst nimmst du an etwas Teil worauf andere reagieren könnten. Sei dir im Klaren darüber dass nicht jeder das mag was du magst. Zeige Empathie und Verständnis.
Denke immer an das Sprichwort: „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu“.
Menschen sind in der Regel „Rudeltiere“. Soziale Netzwerke verbinden Menschen zu den verschiedensten Zwecken. Finde dein Rudel, deine Nische. Suche dir die Menschen aus mit denen du dich verbinden möchtest und du wirst merken dass es durchaus Spaß machen kann. Eventuell kann es dir auch helfen. Viele Menschen suchen Hilfe im Internet zu den unterschiedlichsten Themen. Auch du solltest hier fündig werden. Das Internet ist so vielfältig wie der Mensch selbst.

Ich (be)nutze das Internet und die sozialen Netzwerke um mich zu informieren und um mich mit Menschen auszutauschen die ich leider nicht so häufig persönlich treffen kann. Ich erfreue mich daran wenn mir andere Menschen zeigen wie sie leben, was sie beschäftigt, was sie erlebt haben und wo sie gerade sind. Welche Musik sie hören, welches gute Buch sie empfehlen möchten oder welchen Film sie zuletzt geschaut haben. Ich habe schon sehr viele virtuellen Kontakte auch im realen Leben treffen können. Aus anfänglichen Online-Bekanntschaften wurden Freundschaften und man traf sich, hatte im realen Spaß zusammen um anschließend wieder getrennte Wege zu gehen. Dennoch blieb man stets miteinander vernetzt und tauschte sich weiter aus.
Ich kann mich an sozialen Netzwerken erfreuen und ich hoffe dass du das auch kannst.

Solltest du Fragen oder Anmerkungen haben kannst du das in den Kommentaren gerne tun. Ich antworte auf jeden Fall und helfe gerne weiter. Ich hoffe dieser Beitrag konnte dir ein wenig helfen Licht ins Dunkle zu bringen was es mit diesen sozialen Netzwerken auf sich hat. Es gibt ganze Bücher, Filme und sogar Studiengänge die diesen Teil des Internets behandeln. Mit meinem kurzen Beitrag wollte ich das Thema nur etwas anschneiden und insbesondere den Menschen einen kleinen Einblick geben die damit noch nicht in Berührung kamen oder die sich unsicher sind ob ein soziales Netzwerk etwas für sie ist.

 

Vielen Dank fürs Lesen. Hab einen schönen Tag!
Martin

 

Die genannten Zahlen und Informationen können mit der Zeit nicht mehr richtig sein. Stand ist der 07. März 2018.

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